11. Oktober 2019 Achim Hepp

Circ vs Lime: E-Scooter in Dortmund

Kurz nachdem im Sommer 2019 E-Scooter erlaubt wurden, gab es mit Circ den ersten Verleiher in Dortmund. Seit einigen Wochen gibt es nun auch einen zweiten, und zwar Lime. Circ bot Fahrten ab 15 Cent pro Minute an, Lime für 20 Cent pro Minute. Dazu kommt bei beiden ein Euro pro Fahrt für die Freischaltung. Aber der Preis kann nicht das Einzige sein, in dem sich die beiden E-Scooter-Anbieter unterscheiden. Und mittlerweile hat Circ den Preis angehoben und nimmt ebenfalls 20 Cent pro Minute. Daher habe ich mir gedacht, ich stelle die zwei Anbieter und deren Roller im Test gegenüber und gucke wo es Unterschiede gibt.

Mein Büro liegt am Phoenixsee und hierhin bin ich schon öfters mit einem Circ gefahren. An der Promenade stehen auch genug Circs rum, aber keine Lime-Scooter. Das liegt daran, dass sich die Gebiete der Anbieter unterscheiden. Circ hat seinen Bereich konsequent erweitert und ist fast flächendeckend in Dortmund vertreten. Ob in andere Stadtteile, zum Phoenixsee oder zur Uni – Circ ist da, Lime leider nicht. Die grünen Flitzer konzentrieren sich auf den erweiterten Innenstadtbereich. Damit ich also beide E-Scooter testen konnte, habe ich meinen Vergleich vom Phoenixsee zum Westfalenstadion verlegt. Dort fand ich auch beide Roller und mein Test konnte beginnen.

Circ vs. Lime: E-Scooter in Dortmund als Video auf YouTube

Wer lieber guckt anstatt zu lesen kann sich das zugehörige Video auf YouTube angucken.

Circ punktet mit Halterungen und USB

Äußerlich unterscheiden sich die beiden E-Scooter nur wenig: Sie haben Vollgummireifen. Das bedeutet, dass man bei Pflastersteinen gut durchgerüttelt wird. Aber beide haben eine ordentliche Federung, die das Ruckeln etwas abfängt. Auch die Fläche der Trittbretter ist ähnlich groß. Rechtliche Vorschriften wie Licht, Nummernschild und Bremsen erfüllen beide. Die Unterschiede in der Umsetzung sind nur marginal. Zwei Bremsen sind Pflicht. Lime hat eine Handbremse und eine Rücktrittbremse. Circ setzt auf zwei Handbremsen. Ich persönlich bin eher ein Freund der Handbremse, wobei ich eigentlich auch immer nur eine nutze.

Ähnlich sieht es beim Gas aus. Auf beiden Rollern gebe ich mit dem rechten Daumen Gas, wobei der Hebel bei Lime filigraner ist. Ich finde, das bei Circ der Gashebel dank der robusteren Bauweise besser in der Hand liegt und leichter zu bedienen ist. Was die Fahrt mit einem Circ noch angenehmer macht: Die E-Scooter haben einen USB-Port, wo man das Handy laden kann. Natürlich gibt es für das Smartphone auch eine Halterung – perfekt für die Navi-Funktion, wenn man sich nicht auskennt. Und damit man nicht verdurstet, bietet der Circ E-Scooter auch eine Getränkehalterung. Die kann man auch prima Zweckentfremden, um zum Beispiel eine Tüte mit leichten Einkäufen dranzuhängen.

Display und App machen bei Lime den Unterschied

Die beiden E-Scooter-Anbieter unterscheiden sich größtenteils in zwei Aspekten: Dem Display und der App. Beim Display kann Lime punkten. Es zeigt nicht nur den Akkustand viel genauer an als bei Circ, ich kann dort auch während der Fahrt die Geschwindigkeit kontrollieren. Bei Circ geben nämlich nur vier LEDs an, wie viel Akkuleistung der Roller noch hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass man darauf nicht immer vertrauen kann.

Circ und Lime sind nicht überall in Dortmund verfügbar.

Während Lime nur im Innenstadtbereich verfügbar ist, so erweitert Circ ständig sein Gebiet in Dortmund und deckt auch Vororte mit ab.

Beide E-Scooter werden per App freigeschaltet. Meine Fahrten beende ich auch per App und kann diese dann noch bewerten. Nur bei Lime muss ich noch ein Foto machen. So kontrolliert der Anbieter, wie ich den Roller geparkt habe und zwar mithilfe der Community. Diese entscheidet mit einem Gamification Feature der App, ob ich den E-Scooter ordnungsgemäß geparkt habe. Fertig. In der App wird auch mein detaillierter Fahrtenverlauf gespeichert. Ich kann sehen, wie lange, wo und wie weit ich gefahren bin. Außerdem besteht die Möglichkeit von Gruppenfahrten. Über meinen Account kann ich mehrere E-Scooter gleichzeitig freischalten und so mit Freunden die Stadt erkunden. Darin liegt der große Unterschied zur Circ App, die seit Beginn einige Kinderkrankheiten hatte. Zum Beispiel klicken noch viele Nutzer auf den Helm und denken, sie könnten dort ein Profilbild hinterlegen. Das geht leider nicht – wie so vieles in der Circ App.

Mein Fazit

Die Roller beider Anbieter fahren solide und sind gut verarbeitet. Die Unterschiede sind wirklich sehr fein. Die Handbremsen sind – meiner Meinung nach – besser bei den Circ Rollern eingestellt. Auch die Halterung für das Smartphone finde ich praktisch – inklusive der Lademöglichkeit per USB. Das fehlt leider beim Lime. Hier punkte aber das Display, weil es sowohl die Akkuleistung als auch die Geschwindigkeit anzeigt, und natürlich die App mit all ihren Features. Circ ist dennoch mein Favorit in Dortmund, weil die E-Scooter ein größeres Gebiet in Dortmund abdecken und auch preislich immer noch attraktiver sind.


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Transparenz-Hinweis: Circ hat mich im Sommer zum Launch ihrer E-Scooter in Berlin eingeladen und mich für eine Kampagne auf Instagram engagiert. Dieser Artikel ist aber nicht Bestandteil dieser Kampagne und gibt meine eigene Meinung wieder.

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Achim Hepp

#machen | Achim ist Digitalexperte, Autor, Speaker und CDO/Gründer des Startups Virado. Er veröffentlicht Fachbeiträge in verschiedenen Zeitschriften, sowie hält er Vorträge und Workshops zu seinen Themen. In dieser Funktion ist er im In- und Ausland unterwegs, wobei er immer die Augen nach digitalen Trends aufhält.