26. August 2019 Achim Hepp

E-Scooter von Circ in Dortmund

Seit mehreren Wochen fahren E-Scooter von Circ durch Dortmund – Grund für mich, ein kleines Fazit zu ziehen. Ich hatte bereits vergangenes Jahr in Paris zum ersten Mal einen E-Scooter genutzt und war direkt begeistert. Seitdem habe ich in diversen Städten dieses für mich sinnvolle und nachhaltige Fortbewegungsmittel ausprobiert.

Klar, dass ich den ersten Anbieter in meiner Heimatstadt Dortmund, testen würde. Denn bisher habe ich die elektronischen Tretroller nur dort genutzt, wo ich im Urlaub war oder gearbeitet habe: In Los Angeles überzeugte mich die gute Infrastruktur mit Radwegen. Lissabon war das komplette Gegenteil. Die Kopfsteinpflaster und hügeligen Straßen waren nichts für die E-Scooter. Nun habe ich mich gefreut, die Roller von Circ hier vor Ort in meinen alltäglichen Mobilitätsmix zu integrieren.

Verteilung der E-Scooter

E-Scooter von Circ auf Twitter

Auf Twitter bekam ich den Start der E-Scooter von Circ in Dortmund mit.

Auf Twitter wurde ich auf die ersten E-Scooter von Circ in Dortmund aufmerksam gemacht. Ich habe direkt in die App geguckt und sie zeigte mir an, wo sie stehen und in welchen Bereichen sie überhaupt abgestellt werden dürfen. Der Fokus lag auf der Dortmunder Innenstadt und der Uni. Es gibt Bereiche, wo man zwar fahren, die Roller aber nicht abstellen darf. Der Nutzungsbereich ändert sich aber durchaus. Denn seit dem Start wurde das Gebiet schon mehr als ein Mal erweitert: Seit Kurzem kann ich sogar zum Phoenix See fahren, dort wo ich mein Büro habe.

Morgens wurden die E-Scooter von Circ vollgeladen zum großen Teil im Innenstadtkern geparkt. Leider standen dann kaum welche außerhalb des Zentrums, zum Beispiel dort, wo ich wohne. Im Laufe des Tages fuhren die Nutzer dann aus der City heraus und verteilen die E-Tretroller auch in anderen Quartieren der Innenstadt. Ab mittags fand ich also auch bei mir um die Ecke einen fahrbaren Untersatz. Nachts werden die Teile von Circ selber wieder eingesammelt, gewartet, aufgeladen und dann in die City gebracht – und das Problem begann von vorne. Mittlerweile hat sich die Situation aber sehr verbessert, weil Circ die Daten der Fahrten auswertet und daraus lernt. Sie können sehen, wo die Roller gefahren und abgestellt wurden und so die Startpunkte besser verteilen. Aktuell habe ich morgens immer bei mir im Kreuzviertel einige Roller stehen und kann diese für meine Fahrten in die Dortmunder City nutzen.

Circ in meinem Mobilitätsmix

In den ersten Tagen wurde ich in Dortmund öfters angesprochen und gefragt, wie die Buchung der E-Scooter funktioniert und was das kostet. Die Leute blieben stehen, waren neugierig und aufgeschlossen. In Dortmund habe ich also keine einzige negative Reaktion mitbekommen, im Gegensatz zu meinen Erfahrungen in Austin während der SXSW. Und selbst jetzt, nach einigen Wochen, werde ich immer noch ab und zu neugierig angesprochen und gebe sehr gerne Auskunft.

Circ erweitert das Gebiet in Dortmund

Die erste Gebietserweiterung von Circ ermöglichte mir die Fahrt zu meinem Büro am Phoenix See.

In Dortmund sind die E-Scooter für mich weniger ein Ersatz für das Auto als vielmehr für den Nahverkehr. Vorher bin ich zwei Drittel der Strecken zu Fuß gelaufen und habe für den Rest den ÖPNV genutzt. Das ist nun nicht mehr so. Ob Kundentermine in Dortmund, der Weg zum Hauptbahnhof oder in die Innenstadt – mit Circ komme ich problemlos hin und bin schneller als mit der Stadtbahn. Zum Hauptbahnhof brauche ich nur noch 12 Minuten, mit der Stadtbahn eine halbe Stunde. Außerdem kann ich starten, wann ich will – sofern ein E-Scooter vor meiner Haustür steht. Bei der Stadtbahn muss ich mich an den Fahrplan halten und habe noch das Risiko, dass sie sich verspätet. Mir bringen die Roller daher vor allem Zeit und Flexibilität, denn preislich tut sich wenig. Für die Strecke zum Hauptbahnhof zahle ich bei Circ 1 Euro für die Entsperrung und 1,80 Euro für die Fahrtdauer. Ein Ticket für die Stadtbahn kostet 2,90 Euro.

Nachholbedarf bei der Infrastruktur

Mit den E-Scootern bin ich sehr zufrieden, anders sieht es dabei mit der Infrastruktur in Dortmund aus. Da ich hier bisher auch nie Fahrrad gefahren bin, ist mir nie aufgefallen, in welchem Zustand die Fahrradwege sind: Meist eng gebaut, mit rissiger Oberfläche und oft zugeparkt. Ich glaube aber, dass das nicht nur ein Dortmunder Problem ist. Die Städte müssen ihre Infrastruktur jenseits von Autos und Fahrrädern neu denken. Sprich: Ein Radweg muss konzeptionell für die Zukunft und neue Beförderungsmittel geplant werden.


Circ runterladen, dreimal KOSTENLOS entsperren und ausprobieren

Wer als Neukunde drei kostenlose Entsperrungen für die E-Scooter von Circ haben möchte, der kann dafür meinen Empfehlungscode 7xeryq verwenden. Einfach in der Circ App eingeben und dann viel Spaß beim scooten. 🙂

‎Circ - E-Scooter Sharing
‎Circ - E-Scooter Sharing
Entwickler: LMTS Germany
Preis: Kostenlos

Transparenz-Hinweis: Circ hat mich zum Launch ihrer E-Scooter in Berlin eingeladen und mich für eine Kampagne auf Instagram engagiert. Dieser Artikel ist aber nicht Bestandteil dieser Kampagne und gibt meine eigene Meinung wieder.

, , , ,

Achim Hepp

#machen | Achim ist Digitalexperte, Autor, Speaker und CDO/Gründer des Startups Virado. Er veröffentlicht Fachbeiträge in verschiedenen Zeitschriften, sowie hält er Vorträge und Workshops zu seinen Themen. In dieser Funktion ist er im In- und Ausland unterwegs, wobei er immer die Augen nach digitalen Trends aufhält.