4. Juni 2019 Achim Hepp

Bitcoin und andere Kryptowährungen mit Revolut ansparen

Das erste Mal habe ich mich 2011 mit der Kryptowährung Bitcoin beschäftigt. Damals habe ich versucht, auf meinem MacBook selbst Bitcoins zu erzeugen. Ohne viel Erfolg habe ich – wie so viele – nach kurzer Zeit aufzugeben. Das Thema war mir damals noch zu komplex. Erst Anfang 2017 hatte ich Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum wieder auf dem Schirm. Ich begann mich mehr mit der Materie zu beschäftigen und meine ersten Investments zu tätigen. Aber Mainstream waren Kryptowährungen immer noch nicht.

Digitales Sparschwein für Bitcoin und Co.

Umso interessanter finde ich eine Funktion der Onlinebank Revolut. Diese ermöglicht es mir, mit meinen Kreditkartenausgaben – Revolut ist mittlerweile auch bei Apple Pay dabei – in ein digitales Sparschwein zu sparen. Bei Revolut heißt dieses Sparschwein Vault, also Tresor. Im Prinzip funktioniert das Sparen so: Bei jeder Bezahlung mit Kreditkarte wird der zu zahlende Betrag aufgerundet. Also anstelle von zum Beispiel 4,40 Euro für einen Kaffee bucht die Karte dann 5 Euro ab. Davon gehen die aufgerundeten 60 Cent in mein Vault-Sparschwein.

Die Funktion an sich ist schon interessant. Aber noch interessanter wird sie für mich, weil ich nicht nur in einer der vielen klassischen Währungen wie Euro oder Dollar sparen kann, sondern auch in Bitcoin und Etherum. Da es sich im Regelfall um geringere Beträge handelt und diese immer zu einem aktuellen Kurs umgewandelt werden, profitiert der Nutzer von den Schwankungen des Marktes. Somit steigt man relativ einfach und ohne großes Risiko in diese Materie ein. Natürlich sollte man – wie bei allen Finanzgeschäften – vorsichtig sein. Es gibt auch bei Kryptowährungen das Risiko, dass sich der Markt nicht entwickelt oder einbricht.

Bitcoin im Kryptosparschwein

Der Weg zu einem Bitcoin ist zwar lang, aber dafür ein guter Einstieg um sich mit dem Markt der Kryptowährungen zu beschäftigen.

Vault anlegen bei Revolut

Ein Vault ist einfach und schnell angelegt, sofern man natürlich ein Konto bei Revolut besitzt. Einfach in der App auf der Seite Mehr auf die Kachel Vaults klicken und dann einen Neuen Vault hinzufügen. Danach kann man seinen Vault benennen. Ich habe mein Vault für Kryptowährungen „Kryptosparschwein“ getauft.

Sparen und Bitcoin kennenlernen

Für europäische Nutzer ist der Euro als Währung voreingestellt. Tippt man auf die Schaltfläche EUR öffnet sich eine alphabetische Liste aller möglichen Währungen. In dieser findet man auch die Kryptowährungen BTC (Bitcoin), BCH (Bitcoin Cash), ETH (Ether), LTC (Litecoin) und XRP (Ripple). Nun kann man beispielweise Bitcoin auswählen.

Danach definiert man eine Zielsumme, auf die man sparen möchte, zum Beispiel einen Bitcoin. Das wären – Stand heute – ca. 8.000 Euro. Das ist ein langer Weg, wenn man immer nur auf den nächsten Euro aufrunden will. Diese Funktion muss man im nächsten Schritt nämlich aktivieren, sonst kann man nicht sparen. Beim Bitcoins empfiehlt es sich anfangs etwas konservativer zu sein und einfach den aufgerundeten Centbetrag zu sparen. Der tut nun wirklich Keinem weh und man kann sehen, wie sich schon ein niedriger Betrag am Krypto-Markt entwickelt.

Um die Wunschsumme aber schneller zu erreichen, kann man zusätzlich einen Wechselgeldbeschleuniger aktivieren. Der aufgerundete Betrag wird dabei mit 2, 3, 4 oder 10 multipliziert. Das werden in meinem Rechenbeispiel aus 0,60 Euro mit einem Wechselgeldbeschleuniger von 10 ganze 6 Euro. Wobei es nicht 6 Euro sind, die dann in meinem Sparschwein landen würden, sondern das Äquivalent in Bitcoin. Natürlich zum aktuellen Tageskurs, mit dem Revolut rechnet. Am Ende tippt man noch auf Vault erstellen und fängt direkt mit dem nächsten Kauf an zu sparen. Natürlich kann man sein Sparschwein auch jederzeit schließen, anpassen oder einfach einen Betrag daraus abheben.

Bitcoin sparen mit Revolut

In den Transaktionen sieht man den aufgerundeten Betrag in Euro, sowie den konvertierten Anteil an einem Bitcoin.

Übersicht statt Auswertung

In dem Vault gibt es eine Übersicht, an welchen Tagen zu welchem Kurs welcher Betrag angespart wurde. Nutzerfreundlicher wäre es, wenn man diese Informationen in ein Spreadsheet exportieren könnte. Damit wäre eine Analyse möglich, wie sich die Summe entwickelt hat. Nun muss man das bei Interesse händisch tun. Das ist zwar aufwändig, hilft aber auch, sich etwas mehr mit der Materie zu beschäftigen.

Ansonsten sollte man sich immer bewusst sein, dass man hier sein Geld einer relativ jungen Bank anvertraut. Gerade im Bereich der Kryptowährungen empfiehlt es sich, seine Coins nicht online bei einem Anbieter liegen zu lassen. Besser: Lokal in einem Wallet sichern. Das geht aber leider generell bei Revolut nicht.

Auf Nummer Sicher gehen

Ich selber vertraue aber Revolut soweit. Das Startup arbeitet schließlich auch mit Konzernen wie Google zusammen und hat eine europäische Bankenlizenz. Natürlich schützt so etwas auch nicht vor Problemen, wie wir es derzeit auch bei der Konkurrenz von N26 sehen. Augen auf und sich mit der Materie gewissenhaft beschäftigen ist also auch hier angesagt.


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Achim Hepp

#machen | Achim ist Digitalexperte, Autor, Speaker und CDO/Gründer des Startups Virado. Er veröffentlicht Fachbeiträge in verschiedenen Zeitschriften, sowie hält er Vorträge und Workshops zu seinen Themen. In dieser Funktion ist er im In- und Ausland unterwegs, wobei er immer die Augen nach digitalen Trends aufhält.